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FORTBILDUNGSSEMINARE ZUR ÖSTERREICHISCHEN LANDESKUNDE VON KULTUR UND SPRACHE

Das Referat „Kultur und Sprache“  des österreichischen Bildungsministeriums (BMBF) wird auch im Jahr 2016 wieder Fortbildungsseminare für nicht-deutschsprachige DeutschlehrerInnen und GermanistInnen anbieten. 

Mehr Informationen über das Fortbildungsprogramm wie auch eine Übersicht über Seminare im Jahr 2016  finden Sie hier. 

 

Anegdote aus Österreich

DaF-LehrerInnenfortbildung, BMUKK, Referat „Kultur und Sprache“

Österreich

Ausschreibung von Sonder-Stipendien für Deutschlehrende aus Schulen, Universitäten und Einrichtungen der Erwachsenenbildung

Seminar: „DaF on air: Radioarbeit und Podcasting im DaF-Unterricht und internationale Radiopartnerschaften“

Radio ist wieder „in“ und wird in zunehmenden Maße als Medium kreativen Arbeitens mit SchülerInnen im Unterricht entdeckt. Jugendliche produzieren aktiv Radiosendungen, die dann vorwiegend über Internet publiziert werden. Schulen mit Medienschwerpunkten betreiben inzwischen eigene, semiprofessionelle Radiostationen. Möglich wurde diese Entwicklung durch eine Reihe technischer Innovationen, die die Handhabung der Radiotechnik um vieles einfacher gemacht haben. Aufnahmegeräte und Schnittprogramme für den PC sind benutzerfreundlich und leistbar geworden. Dadurch wurden das Podcasting sowie das Audio-Blogging zu einem unter Jugendlichen und mittlerweile auch Erwachsenen beliebten Medium einer Kommunikation rund um den Globus. Radio ist daher auch ein zeitgemäßes und zudem motivierendes Medium im Sprachunterricht, das rezeptive und produktive Lernfelder ideal verbindet. Durch den Wegfall der Bildebene rückt die Sprache ins Zentrum. Die Gestaltung einer Sendung animiert zur authentischen Sprachproduktion, erfordert Präzision im Sprachgebrauch, verlangt und fördert den Aufbau von Kommunikation und zwingt außerdem zu genauem Hinhören – das alles sind Faktoren, die im Fremdsprachenunterricht von Bedeutung sind. Radio zu machen, kann daher auch heißen, mit und in internationalen Teams zu kommunizieren. Dabei werden soziale Prozesse in Gang gesetzt, die in einer kulturell und sprachlich zunehmend heterogenen Lebenswelt wichtig sind und die interkulturelle Kompetenz der Lernenden stärken. Das Seminar öffnet neue Lernräume – in jeder Hinsicht: Radioarbeit fördert Kommunikationsprozesse, sie macht Lehrende zu Lernenden und Lernende zu Lehrenden (Stichwort "Technik"), sie verlangt projekt- und aufgabenorientiertes Arbeiten und fördert soziales Lernen sowie kreatives Sprachhandeln. Radioarbeit ist kommunikativ im authentischen Sinn, geht aus dem Klassenzimmer raus und ist als Ergebnis weltweit hörbar – unaufwändig und kostenlos via Webstreaming und/oder Podcasting. Dieses Seminar bietet einen praxisbezogenen Einblick in die Möglichkeiten von Radioarbeit im (Sprach-)Unterricht. Unter fachkundiger Anleitung (MedienpädagogInnen, SprachdidaktikerInnen) werden alle Schritte der Produktion von Radiosendungen/Podcasts erörtert und erprobt, die TeilnehmerInnen werden dabei unmittelbar "Radio" machen. Für drei Tage (25. – 28. 11.2010) werden TeilnehmerInnen (LehrerInnen) aus Österreich mitarbeiten. Damit ist das Seminar ein Angebot, den Grundstein für weitere Kooperation zu legen – im Hinblick auf den Aufbau eines Netzwerks internationaler Radiopartnerschaften. Lokaler “Background" ist ein Dorf in den winterlichen Alpen (Semmering-/Raxgebiet), in dem landeskundliche Recherchen und Interviews als Sendungsgrundlage durchgeführt werden.

Teilnahmevoraussetzung: Bereitschaft zur längerfristigen Zusammenarbeit mit österr. und internationalen Schulen/Institutionen der Erwachsenenbildung (Aufbau von Radiopartnerschaften, ev. Schulaustausche). Einreichung einer Lernpartnerschaft und/oder transnationalen Schulpartnerschaft über ein EU-Programm (z.B. Comenius, Grundtvig). Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Mehrsprachigkeit in Hinblick auf die Produktion von Sendungen in verschiedenen Sprachen.

Inhalte

medienpädagogische und technische Einführung

Sendungsformate, Sendungskonzepte

Interviews und Recherchen in Raach

Nachbearbeitung: Moderation und Schnitt

Vorstellung von bestehenden Radioprojekte

Vernetzung mit österreichischen Schulen/Institutionen

Datum: von 19.11.2010 (Anreise) bis 28.11.2010 (Abreise)

Ort: Seminarzentrum Raach

2640 Raach am Hochgebirge


Ausgeschrieben werden Stipendien, die folgende Leistungen inkludieren:

Programmkosten, Seminarmaterialien, Unterkunft und Verpflegung (Vollpension) für die Dauer des Seminars, Fahrten im Rahmen des Seminarprogramms. Nicht enthalten sind die Reisekosten von Ihrem Heimatland zum Kursort und retour, sowie eine Reiseversicherung und – falls notwendig – Kosten für das Visum.


Bewerbungen bis 27.10.2010 unter

http://tinyurl.com/32q2bmn

Programm

Seminar zur österreichischen Landeskunde und Methodik/Didaktik von Radio-Arbeit im DaF-Unterricht ( (19. – 28.11.2010, Raach am Hochgebirge)

Kurszeiten: 9h00 - 12h00 sowie 15h00-18h00

Seminarleitung: Dagmar Gilly, Andrea Stangl

Freitag, 19.11.: Anreise, Abendessen und Seminareröffnung (19h00)

Samstag, 20.11.: VM Kennen lernen, Organisatorisches

NM Einführung in das Thema „Radio“

AB Internetrecherchen zu „Podcasting“

Sonntag, 21.11.: VM/NM Pädagogische Einführung: Radio als Medium im Unterricht

(Doris Rudlof-Garreis)

AB zur freien Verfügung

Montag, 22.11.: VM/NM Matthias Lichtenegger/Martin Stepanek:

Sendungsformate, Sendungskonzepte, Themenfindung

Technische Einführung: Aufnahme und Schnitt

Feldaufnahmen

AB Filmabend

Dienstag, 23.11.: VM Feldaufnahmen, Beginn von Nachbearbeitungen

NM frei (fakultativ: Schifahren am Semmering)

AB zur freien Verfügung

Mittwoch, 24.11.: VM Nachbearbeitung, Moderationen

NM Präsentation von Unterrichtsmaterialien

(unter bes. Berücksichtigung von Hörformaten)

AB Karaoke-Abend

Donnerstag, 25.11.: VM Sendungsfertigstellung, Vorbereitung auf Vernetzung

NM Ankunft der österr. TeilnehmerInnen:

Kennen lernen, Vorstellung von Radioprojekten

AB internationaler Abend

Freitag, 26.11.: VM Vernetzung der internationalen und

österreichischen TeilnehmerInnen

NM Projektplanungen

AB Radio gehört gehört: Wie Radioprofis arbeiten

Samstag, 27.11.: VM Projektplanungen

NM Schlussevaluation und Ausblick

AB Projektpräsentation und Seminarausklang (Kulturprogramm)

Sonntag, 28.11.: Abreise nach dem Frühstück

Programmänderungen vorbehalten!

 

CHANCE EUROPA 2020

CHANCE EUROPA 2020

 

EUROPÄISCHER ZUKUNFTSKONGRESS

Berlin, 05.-08.12. 2011

 

 

 

Im Jahr 2011 wurde der Kreativ-Wettbewerb und der Europäische Zukunftskongress Chance Europa 2020 schon zum achten Mal organisiert. Die Schirmherrschaft für CHANCE EUROPA 2020 hat Frau Androulla Vassiliou, Mitglied der Europäischen Kommission verantwortlich für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend übernommen. Junge Europäer zwischen 15 und 22 mussten ein Zukunftsbild von Europa machen. Die spannendsten Beiträge in verschiedenen Kategorien wurden von einer Jury ausgewählt und die Teams, die sie entwickelt haben, zum Europäischen Zukunftskongress nach Berlin eingeladen. Die Teilnahme am Zukunftskongress gewannen 70 Jugendliche aus Bulgarien, Deutschland, Georgien, Kroatien, Finnland und der Schweiz. Der „Europäische Zukunftskongress - CHANCE EUROPA 2020" fand vom 05. bis 08. Dezember 2011 in Berlin statt. Junge Europäer entwickelten ihre Leitbilder für eine neue Jugendpolitik. Es wurden viele Aktionen und Gespräche sowie Workshops organisiert. Das Endergebnis war eine Radiosendung mit vielen Interviews, Hintergrundberichten, Reportagen, Features, Songs und Umfragen. Junge Teamer und professionelle Medienmacher halfen bei der Erarbeitung von Szenarien und Umsetzung in die Szene. Am letzten Tag des Zukunftskongresses wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit und den Politikern präsentiert. Das Projekt wird vom EU-Programm Jugend in Aktion und vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert.

Die kroatischen Vertreter waren zum fünften Mal die Schüler der Wirtschaftsschule in Požega. Jelena Andrijević, Valentina Dumančić und Ivan Prudky machten eine PowerPoint Präsentation über den Menschenhandel. Der Anlass war die Geschichte eines Mädchens, die im vorigen Jahr im Süden Kroatiens verschwunden ist. Die Mentorin war auch in diesem Jahr Martina Budimir, Deutschlehrerin an der Wirtschaftsschule in Požega. Seit Januar 2005 bis heute haben die Schüler aus der Ekonomska škola, Požega mit ihrer Mentorin Martina Budimir an insgesamt 30 Wettbewerben und 6 Projekten teilgenommen. Sie wurden 19mal ausgezeichnet. Als ausgezeichnete Schüler hatten sie die Gelegenheit nach Berlin, Dresden, Wien, Graz oder Varna (Bulgarien) zu fahren und Jugendliche aus der ganzen Welt kennenzulernen.